Boningen

Ein Volksfest für Jung und Alt

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Boningen Ältestes Gasthaus im Kanton feierte 375-jähriges Bestehen

Das Restaurant St. Urs in Boningen feiert in diesem Jahr sein 375-jähriges Bestehen. «Das Gasthaus wurde im Jahre 1644 von Durs Kisslig (Urs Kissling) erbaut. Er erhielt nebst der Baubewilligung von der Solothurner Regierung, laut Überlieferung, als erbetenen Zuschuss Bauholz. Einige Solothurner Herren und benachbarte Bauern, respektive die Gemeinde haben mit ihrer Hilfe zum Bau des Gasthauses beigetragen. Die Gönner wurden dafür mit Namen und Wappen in den bis heute original erhaltenen Wappenscheiben verewigt.» So beginnt die Geschichte des Restaurant St. Urs, des ältesten Wirtshauses im Kanton Solothurn, nachzulesen auf der Homepage der Bürgergemeinde Boningen.

Am letzten Sonntag war es dann soweit: Betreiberin Anne Reichelt und ihr Team hatten einen Jubiläums-Anlass auf die Beine gestellt, der sich als veritables Volksfest abspielte und Hunderte Gäste – Einheimische wie Auswärtige – anlockte. Das St. Urs-Team verwöhnte zum 375-jährigen Jubiläum die Besucherinnen und Besucher mit Spanferkel, Steaks, Spiesschen, diversen Salaten und Kuchen; Speis und Trank waren gratis, respektive von der Bürgergemeinde Boningen, der die Gaststätte gehört, finanziert. Als zusätzliche Attraktionen für die kleinen Gäste luden das Ponyreiten, ein Spielplatz mit Strohballen und der Streichelzoo ein. Für die musikalische Unterhaltung sorgten «Trio Infernale» sowie die «Happy Melody Party Band».

Anne Reichelt selbst zeigte sich mit dem Verlauf zufrieden. «Ich habe Freude daran, wie viele Gäste gekommen sind», meinte sie und hofft, der Anlass trage dazu bei, dass die Gäste vermehrt realisieren, wie familienfreundlich die Lokalität geworden ist. Dazu wird auch beitragen, dass das Team nach den Sommerferien einen Mittagstisch für die Schulkinder auf die Beine stellen wird. Dass der St. Urs nach einer halbjährigen Schliessung seit dem November vergangenen Jahres wieder geöffnet hat, haben übrigens auch die Gäste aus den umliegenden Gemeinden wie Olten oder Rothrist realisiert, die regelmässig hier einkehren.

Bürgergemeindepräsident Otto Jäggi zeigte sich mit dem Verlauf des Events ebenfalls begeistert. «Dass wir zum Jubiläum etwas machen werden, war schon lange geplant. Anne Reichelt hatte die Ideen dazu, und wir unterstützten den Anlass finanziell. Ich bin zufrieden, wie es läuft. Viele Leute sind gekommen, und es herrscht eine tolle Atmosphäre.» Und er ergänzt: «Dass Anne Reichelt von sich aus den Anstoss gab zeigt, wie sehr sie sich mit dem Lokal und mit Boningen identifiziert. Das beweist uns, dass sie den St. Urs bekannt machen will, und uns gibt es die Gewissheit, dass wir mit ihr die richtige Betreiberin gefunden haben.» Dass das Lokal ein neues Konzept hat und es Zeit braucht, um das Ganze bekannt zu machen, ist für ihn logisch: «Man muss zuerst dienen, bevor man verdienen kann», ist Jäggi der Überzeugung.

                                                Von Beat Wyttenbach (Text und Fotos)

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