Abfallbeseitigung

Der Deponie Seckenberg geht der Platz aus: Neun Millionen Franken genehmigt

Die Deponie Seckenberg oberhalb von Frick.

Gemeindeverband Abfallbeseitigung Oberes Fricktal genehmigt neun Millionen Franken für Erweiterung der Deponie Seckenberg.

Die Deponie Seckenberg kommt langsam an ihre Kapazitätsgrenzen. Um für die Zukunft gerüstet zu sein und eine Erweiterung der Deponie finanziell stemmen zu können, will der Gemeindeverband Abfallbeseitigung Oberes Fricktal, (GAOF) Geld zur Seite legen. Die Delegierten an der 48. Abgeordnetenversammlung, die am Mittwochabend in Ueken stattfand und an der von den 27 Mitgliedsgemeinden 24 anwesend waren, stimmten ausnahmslos für die Eröffnung eines Fonds für die Erweiterung der Deponie in Höhe von neun Millionen Franken.

Die beiden Bereiche der Deponie «Schlacken» und «Bioreaktormasse» werden bis in ein paar Jahren aufgefüllt sein und dann wolle man für eine Erweiterung gerüstet sein, sagte GAOF-Präsident Daniel Suter. Um den Fonds zu füllen, soll der Ertragsüberschuss in den Fonds eingelegt werden. Im Budget «Betrieb Deponie» sind für 2020 dafür 147 200 Franken vorgesehen.

Suter berichtete den Abgeordneten, dass die neun Millionen Franken nicht ausreichen werden, um die Deponie zu erweitern. Er rechnet hierfür mit 30 bis 70 Millionen Franken. Die angegebene Summe von neun Millionen Franken habe lediglich verfahrensrechtliche Gründe, erläuterte Suter.

1981 wurde die Deponie Seckenberg in Frick eröffnet. Eine Erweiterung ist nun in Richtung Norden vorgesehen. Ein Gutachten wurde bereits erstellt. Der Kanton wird sich nun noch damit befassen. Suter betonte, dass, obwohl man ein halbes Jahr im Verzug sei, er guten Mutes sei, dass danach ein Grundsatzentscheid 2020 gefällt und die Deponie danach angepasst werden könne.

Abdichtungen im Gassystem vorgenommen

Mit einem Kostenanstieg von bisher 44 000 Franken auf 56 000 Franken wird im Bereich der Überwachung der Entgasungsanlagen gerechnet. Bereits wurden auf der Deponie Massnahmen ergriffen, um Abdichtungen im Gassystem zu tätigen. Obwohl immer noch einige Undichtigkeiten in der Verbindungsleitung beseitigt werden müssten, brenne nun wieder die Gasfackel und es könne Gas abgeführt werden, führte Suter aus. Erst im nächsten Jahr wird es eine Entscheidung darüber geben, wie es mit der Gasanlage weitergeht.

Der Preis für die Kehrichtannahme von den Verbandsgemeinden wird um elf Franken je Tonne reduziert. Er beträgt dann 289 Franken. Im Bereich der Kehrichtabfuhr werden für das kommende Jahr 6400 Tonnen angegeben – 100 Tonnen mehr als im Vorjahr.

Die Annahmemenge bei der Rohschlacke bleibt mit 16 000 Tonnen gleich wie im Vorjahr. Allerdings soll wesentlich weniger Bioreaktormaterial angenommen werden. Waren es im Vorjahr noch 6000 Tonnen, so werden es 2020 lediglich 100 Tonnen sein. Als Grund für die Reduktion nannte Suter, dass wegen der engen Platzverhältnisse die Rohschlacke auf dem Bereich der Bioreaktormaterialien zwischengelagert werden soll. «Mit dieser Zwischendeponie schaffen wir uns mindestens fünf Jahre Zeit», so Suter. Für die Erstellung des Schlackenzwischenlagers sind im Budget 2020 81 000 Franken ausgewiesen, der normale Unterhalt wird mit 70 000 Franken angegeben.

Das Budget 2020 im Bereich «Abfuhr und Entsorgung» weist einen Betrag von 1 718 000 Franken auf. Eine Summe von 1 736 400 Franken wird für de Bereich «Betrieb Deponie» veranschlagt.

Artboard 1